Streitschlichtung

Konflikte und Streitigkeiten friedlich lösen

Was ist Streitschlichtung bzw. Mediation?

Fast jeder von uns, egal ob Kind oder Erwachsener, hat Konflikte oder erlebt Streitigkeiten.

Jeden Tag kommt das zu unterschiedlichsten Anlässen oder Zeiten vor:

  • in der Pause,
  • während des Unterrichts,
  • in der Freizeit,
  • zu Hause,
  • mit den Lehrern,
  • mit den Mitschülern,
  • mit Eltern sowie
  • mit Freundinnen und Freunden.

 

Das ist zunächst einmal auch nicht schlimm, sondern ganz normal. Wichtig ist nur, wie man einen Streit beendet. Häufig gibt es dabei einen Sieger und einen Verlierer, mindestens einer der Streitenden ist hinterher sehr unzufrieden oder traurig. Mitunter sind auch Bedrohungen, Beschimpfungen und körperliche Gewalt im Spiel oder Angst bleibt zurück.

Doch es geht auch anders:

Neutrale Dritte, die sogenannten Streitschlichter / Konfliktmanager, vermitteln zwischen den Konfliktparteien. Dabei sollen die Streitenden mit Hilfe der Streitschlichter selbstständig eine Lösung finden, mit der alle Streitparteien einverstanden sind.

 

  1. Wie funktioniert Streitschlichtung nun genau?

Ziel ist, dass die beiden Streitenden (manchmal sind es auch mehr als zwei) miteinander reden und sich gegenseitig zuhören, um die Sichtweise des anderen kennen zu lernen. Vielleicht gelingt es dann, sich ein wenig in den anderen hinzuversetzen. Das ist eine gute Grundlage, gemeinsam über mögliche Lösungen des Konfliktes nachzudenken.

Das Schlichtungsgespräch verläuft in 5 Phasen:

  1. Die Streitschlichter stellen sich und ihre Rolle sowie die Gesprächsregeln und Gesprächsverlauf vor.
  2. Jeder der Streitenden stellt den Ursprung und Hergang des Konflikts aus seiner subjektiven Sichtweise vor. Die Streitschlichter unterstützen durch Zuhören und gezieltes Nachfragen den Klärungsprozess.
  3. Die Streitenden sollen versuchen ihre Wünsche und ihren eigenen Beitrag zur Konfliktlösung zu formulieren. Sie dürfen die eigene Meinung vertreten, sollen aber auch die Meinung der Gegenpartei akzeptieren und verstehen.
  4. Die Streitparteien suchen nach gemeinsamen Lösungswegen.
  5. Die Lösung wird solange verändert, bis alle zufrieden sind, und schließlich in einem Vertrag festgehalten. Deshalb gibt es nach einer Streitschlichtung auch keine Verlierer, im Gegenteil: Alle haben etwas gewonnen.

 

 

  1. Sind auch Erwachsene dabei?

Im Regelfall sind die Streitschlichter Schüler der Mittelstufe (7.- 9. Klasse). Sie sind speziell dafür ausgebildet worden und haben gelernt gut zuzuhören, sich in die Situation anderer Schüler hineinzuversetzen, unparteiisch zu sein und Verschwiegenheit zu bewahren.

 

  1. Wie kommt es zu einem Vermittlungsgespräch?

Am besten ist es, wenn ihr aus freien Stücken zu uns in die Pausensprechstunden kommt, weil es euch ein Anliegen ist, einen Streit zu klären und eine Lösung zu suchen. Vielleicht werdet ihr aber auch von einem Lehrer geschickt, der beobachtet, dass ihr einen Konflikt habt.

 

  1. Termin

Die Streitschlichter stehen euch dienstags und donnerstags in der zweiten großen Pause und ansonsten nach Vereinbarung im Beratungsraum (Raum 304) zur Verfügung. Sie helfen auch dabei, dass eine Streitschlichtung sofort und in aller Ruhe stattfinden kann, auch wenn die Stunde schon angefangen hat. Ihr könnt euch aber auch an die die Streitschlichtung betreuenden Lehrer (Frau Zelenka, Herr Walter) wenden. Sie vermitteln euch zeitnah und vertraulich einen Termin.

 

In diesem Schuljahr sind am DKG folgende Schlichter für euch da:

Süeda

Paula

Dilara

Neslihan

 

Frau Zelenka, Herr Walter und Frau Ziegler, die 2014/15 gemeinsam die Ausbildung zu Schulmediatoren absolviert haben, betreuen als Lehrer bzw. Elternvertreter das Projekt an unserer Schule.