Literatur

„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“
(Oscar Wilde)

„Literatur ist die Kunst, Außergewöhnliches an gewöhnlichen Menschen zu entdecken und darüber mit gewöhnlichen Worten Außergewöhnliches zu sagen.“
(Boris Leonidowitsch Pasternak)

Das Fach Literatur zielt auf den kreativen, gestalterischen Umgang mit Sprache und Texten – gewöhnlichen wie außergewöhnlichen – ab. Es ist dem sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld der gymnasialen Oberstufe zugeordnet, welches wesentlich zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und den Blick auf kulturell-ästhetische Wahrnehmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erweitert.

Jeder Kurs beginnt mit einer Vermittlungsphase von theatertheoretischen Grundkenntnissen und Grundfähigkeiten des Improvisationstheaters. Daran schließt sich eine Planungsphase an, in der das jeweilige Kursthema sowie der weitere Arbeitsprozess festgelegt werden. Von da an verläuft der Literaturunterricht werkstatt- und projektorientiert. D.h. die Schülerinnen und Schüler arbeiten größtenteils selbstständig in den Bereichen „kreatives Schreiben“, „Theater“ und „Medien“. Sie setzen sich gestalterisch mit der immer komplexer werdenden Wirklichkeit auseinander und gelangen dadurch zu einem vertieften Selbst- und Weltverständnis. Die selbstbestimmte Arbeitsweise bietet ihnen Raum für die Entfaltung ihrer individuellen Fähigkeiten, für problem- und prozessbezogenes Denken sowie für kooperative soziale Lernerfahrungen. Ziel eines jeden Literaturkurses ist am Ende die Präsentation des im Laufe des Schuljahres erarbeiteten Produkts (Theateraufführung, Filmvorführung) vor größerem Publikum.

Literatur wird nur als ganzjähriger Grundkurs in der Q1 angeboten. Es kann an Stelle von Musik oder Kunst, aber nicht als Abiturfach gewählt werden. Es werden keine Klausuren geschrieben. Die Benotung der Phasen Projektfindung, -planung und -durchführung fließt allerdings in die Gesamtqualifikation ein.

 

„Ich liebe es Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben.“
(Oscar Wilde)