Himmel und Hölle – Revue des 6. Jahrgangs

Um kurz nach sechs am Freitag, dem 9.11.2018, ging es endlich los: in einer sehr beeindruckenden und mitreißenden Revue präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 6 im bis auf den letzten Platz besetzten PZ ihre Ergebnisse einer Woche intensiver Arbeit zum Thema Himmel und Hölle. Geschickt leiteten die Moderatorinnen und Moderatoren durch das Programm. Immer wieder fragten sie in kurzen spotlichtartigen Interviews ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und ihre Lehrerinnen und Lehrer, was sie über den Himmel und die Hölle denken und welche neuen Erkenntnisse und Fertigkeiten sie durch ihre Arbeit in den vergangenen Tagen gewonnen hätten. So leiteten sie nicht nur zu den einzelnen Beiträgen über, sondern regten das Publikum auch dazu an, sich selbst Gedanken zum Thema Himmel und Hölle zu machen.

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Zunächst wurde das Publikum in eine geheimnisvolle Traumwelt entführt. Die Schülerinnen und Schüler schwebten als himmlische und höllische Traumwesen mit wunderschönen großen leuchtend-bunten Masken im Schwarzlicht zu Musik über die Bühne, faszinierten das Publikum und weckten Assoziationen und Emotionen – so lange, bis das träumende Mädchen am Rande der Bühne aufwachte und sich verwundert die Augen rieb und der eine oder andere im Publikum sicher auch. Ein überwältigender Einstieg in den Abend.

Wie man sich tänzerisch mit dem Thema Himmel und Hölle auseinandersetzen kann, zeigte in beeindruckender Weise die Gruppe der Tänzerinnen und Tänzer: anspruchsvolle Hebungen, akrobatische Figuren und schwierige Soli waren perfekt in abwechslungsreiche und interessante Schrittfolgen integriert und zentrale Textpassagen wurden durch raffinierte Bewegungsabfolgen hervorgehoben und verdeutlicht – auf diese Weise entstanden nicht nur zwei mitreißende, von tänzerischer Eleganz geprägte Darbietungen, sondern es wurde auch immer wieder der Bezug zum Thema hergestellt.

Den Blick für das Himmlische und das Höllische zu schärfen – in der Ferne, in der Nähe, bei uns und in uns – das ist den Schülerinnen und Schülern mit ihrem Lehrfilm der besonderen Art, einem Stop-motion-Film, in beeindruckender Weise gelungen. In arbeitsintensiver Kleinarbeit malten sie Figuren, Gegenstände und vieles mehr und erstellten aus hunderten von ihnen inszenierten Einzelbildern einen wunderschönen und tiefsinnigen Videoclip, der am Abend uraufgeführt wurde.

Der Song, den der Projektchor hernach präsentierte, passte genau dazu: die Schülerinnen und Schüler hatten in Anlehnung an den Wise-Guys-Song Es ist nicht immer leicht, ich zu sein einen eigenen Song produziert und erzählten in den Strophen ein Lied davon, was sie mit Himmel und Hölle verbinden, wie man sich fühlt, wenn Realität und Wünsche gerade schwer zu vereinbaren sind, man sich nicht entscheiden kann und es eben nicht leicht ist, ich zu sein. Zur Einstimmung präsentierten sie – musikalisch perfekt auf den Punkt gebracht – eine kurze schwungvolle Bodypercussion-performance. Es wurde aber nicht nur gesungen, sondern auch gerappt – und zwar vom feinsten. Immer wieder zwischen den Auftritten und Interviews präsentierten die Schülerinnen und Schüler zu zwei oder zu dritt auf der Bühne begleitet von coolen Beats vom Band selbst getextete Raps, die es inhaltlich und rhythmisch in sich hatten – alle solistisch vorgetragen und so selbstverständlich, als machten die Schülerinnen und Schüler nichts anderes und lieber. Das kam an.

Zum Abschluss des Abends wurde das Publikum in die Welt der griechischen Götter entführt. Auf der Bühne waren versammelt Aphrodite, Zeus, Poseidon, Hades, Hermes und wie sie alle heißen und ließen das Publikum stimmgewaltig Anteil haben an ihren Streitigkeiten, Sticheleien und Animositäten. Selbstbewusst und ausdrucksvoll präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr künstlerisches Produkt, das sie gemeinsam in den vorangegangenen Tagen entwickelt hatten, und beeindruckten das Publikum.

Wie kann ein Abend mit so vielen eindrucksvollen und berührenden Momenten, eine solche intensive Projektwoche enden? Alle Schülerinnen und Schüler sangen zusammen auf der Bühne – völlig losgelöst – den Song Major Tom… Maßgeblich zum Gelingen der Aufführung trug natürlich das Technik-Team der Schule bei, das mit bewundernswerter Ruhe und immer im richtigen