Für Vielfalt, gegen Antisemitismus

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Das Dreikönigsgymnasium – eine Schule der Vielfalt – steht nicht nur für diesen Titel, sondern machte ihm auch heute, am 07.05.2019, alle Ehre. Die Veranstaltung mit dem Titel „GUCK MAL, DER JUDE- Antisemitismus damals und heute“ eröffnete allen beteiligten Schüler*innen und Lehrer*innen von der neunten Klasse an die Möglichkeit zur Reflexion und regte definitiv zum Nachdenken an. Von den prominenten Veranstaltern Ben Salomo, der Organisation „Clap for Crap“ und Dr. Roman Töppel wurde das Thema Antisemitismus passend aufbereitet und dem offenem Publikum am DKG eloquent präsentiert.

Im Vorhinein war die Begeisterung groß, als die Schülerinnen und Schüler von der Beteiligung des bekannten Battlerap–Veranstalters Ben Salomo hörten. Dieser fesselte dann auch in der Veranstaltung durch seine Insider-Informationen und nahegehenden Beispiele von Alltagsantisemitismus die Schüler*innen, um dann klar Position zu beziehen und alle vor allem über ihre Rolle in der Rap-Industrie zum Nachdenken zu bringen. Er sehe bei einigen Deutschrappern eine Gefahr, dass sie die Jugend unterschwellig mit antisemitischem und gewaltverherrlichendem Gedankengut beeinflussen würden.

Die Signifikanz und Aktualität von Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft wurde zuvor vom Historiker und Mitherausgeber der kritischen Version von Hitlers „Mein Kampf“ Dr. Töppel pointiert. Ein stimmig wirkendes Gesamtbild ergab sich dann durch die Mitarbeit und Unterstützung der Organisation „Clap for Crap“, die eine offene Diskussion mit den Zuhörern einleitete. Diese war gezeichnet von interessantem Input des Publikums, das allein schon aufgrund der anderen Perspektive auf beispielsweise Deutschrap wichtige Fragen zur Diskussion stellte. Auch nach der mehr als zweistündigen Veranstaltung stellte sich Ben Salomo noch den zusätzlichen Fragen und machte einige Bilder mit den Schüler*innen.

Mit Sicherheit kann das DKG stolz sein, solch einer Veranstaltung eine Bühne gegeben zu haben und stolz auf seine Schülerschaft, dieses Thema mit so einer Ernsthaftigkeit behandelt zu haben! Das DKG bedankt sich erneut bei den Gästen und freut sich auf weitere Veranstaltungen dieser Art!

Jan Grebe, Q1