Engel der Kulturen

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Am Freitag, den 07.07.2017 war es soweit: Der „Engel der Kulturen“ trudelte um 16 Uhr an unserer Schule ein. Um die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen mit Banner, ausgehöhltem Stahlrad und blauen und gelben Luftballons durch das Bilderstöckchen. Doch was ist dieser „Engel der Kulturen“ und warum pilgerten so viele Menschen mit diesem Objekt durch unser Viertel?

IMG_0252Der Engel der Kulturen ist ein Kunstprojekt der Burscheider Künstler Carmen Dietrich und Gregor Merten. Der Engel ist dabei ein Symbol für Toleranz, interkulturellen Dialog und interreligiöses Miteinander der Abrahamitischen Religionen, also den drei Weltreligionen: Christentum, Judentum und Islam. Das Projekt wurde 2008 von den Künstlern initiiert. Bislang wurden rund 60 Städte weltweit besucht und Intarsien verlegt.

Bei diesem Projekt haben sich also 150 Menschen aus verschiedenen Religionen und verschiedenen Altersgruppen zusammen getan, um auch unserer Schule einen Besuch abzustatten. Empfangen wurden sie von Fünftklässlern aus den katholischen, evangelischen und islamischen Religionskursen, welche zwei Lieder mit musikalischer Begleitung von Herrn Schumacher und Herrn Grußendorf vorsangen.

Kurz darauf wurde die anwesende Menge von Kirill Maler (Q1), Dana Goldberg (Q1) und Louden Pohlmann (Q1) begrüßt und darüber in Kenntnis gesetzt, was Religion in der heutigen Zeit für einen Schüler bedeuten kann. Nach einer kurzen Einführung durch den Veranstalter wurde das große Stahlrad auf dem vorderen Schulhof direkt neben der Eiche hingelegt. Dann kam erst die richtige Bedeutung des Rades hervor, welches als Schablone gedacht war. Klein und Groß füllten die leere Fläche des Rades mit nassem Sand auf und verteilten diesen gleichmäßig. Nachdem das Rad wieder abgenommen wurde, blieb ein „Engel der Kulturen“ zurück.
Engel der KulturenWährenddessen trugen Jasmin Fähler (Q1) und Christine Klädtke (Q1) ein Friedensgebet aus dem Judentum vor und Anton Tsirin, der Jugendbeauftragte der Kölner Synagogengemeinde, verwies auf die Fotocollage, welche vom katholischen Religionskurs von Frau Glaubitz erstellt worden war, und auf das überdimensionale Foto der Klagemauer, auf die jeder seine Wünsche oder Gebete kleben konnte. Die Zettel will er auf seine nächste Jerusalem-Reise mitnehmen und an Ort und Stelle, welche in ihrer Bedeutung für das Judentum nicht hoch genug eingestuft werden kann, anbringen.

Nach diesen Vorträgen versammelten sich noch einige an der Klagemauer oder erfrischten sich am Wasserstand, bevor es um 16.45 Uhr für alle Beteiligten weiterging. Und so zog die Karawane weiter Richtung Lucky’s Haus, wo noch ein fröhliches Fest der Kulturen gefeiert werden sollte.

Mohammed Bouzian(Q1) &Lars Gawenda (Q1)